Dienstag, 29. März 2016

[Rezension] Henrietta, mein Geheimnis

Henrietta, mein Geheimnis
Autor/in: Maja Hjertzell 
Verlag: Kosmos 
Seitenanzahl: 208
ISBN: 978-3-440-14912-6
Preis: € 12,99
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„Plötzlich entdecke ich sie. Das versetzt mir einen Stich, tut sogar richtig weh, irgendwo in den Tiefen meines Brustkorbs. Gleichzeitig fühlt es sich an, als hätte mir jemand einen harten Schlag in die Magengrube versetzt, und ich ringe nach Luft. Ist das Liebe?“

Möwe ist heimlich in Henrietta verliebt, traut sich aber nicht an sie heran. Doch wenn man zu viele Chancen ungenutzt vorbeiziehen lässt, ist es vielleicht irgendwann zu spät. Beinahe macht Möwes Schüchternheit alles zunichte, aber schließlich siegt doch noch die Liebe und die Leser erwartet ein Ende, das niemand vorhersehen konnte...


Maja Hjertzell, 1971 geboren, lebt in Arvika, Schweden, und arbeitet als Bibliothekarin in der Kinderbibliothek. Für ihr erstes Kinderbuch hat sie verschiedene Preise erhalten.
Ich finde dieses Buch lustig und auch spannend. 
Möwe, so war der spitzname von dem Protagonist, ist verliebt in Henrietta, aber traut sich nicht seine Liebe ihr gegenüber zu gestehen. Doch Henriette interessiert sich auch für Möwe. Möwe traut sich einfach nicht mit ihr zu reden, egal ob sie neben Möwe steht oder weit weg. Er versucht auch ihr so gut wie möglich aus dem weg zu gehen, da es für Möwe ziemlich peinlich ist, das er in ihrer Gegenwart kein Ton heraus bekommt. 
Möwe schwänzt öfters die Schule und das kriegen natürlich seine Eltern mit, doch er lässt sich nichts von seinen Eltern sagen. Ich finde auch die Eltern ziemlich unsympathisch und überfordert mit ihrer Aufgabe. 
Möwe versteckt sich hinter seinen Fotos, er schießt gerne Fotos und entwickelt sie auch in seiner eigenen Rotlicht kammer. 
Doch langsam schwindet Möwes Chancen bei Henrietta und er rafft sich dazu auf, ihr näher zu kommen. 
Das Ende hat mich sehr überrascht und man erwartet es gar nicht, was dann kommt. Es ist ein bisschen vorhersehbar was passiert, doch das erwartet man wirklich nicht. Ich war noch nach dem Buch total verwirrt und musste erstmal das ganze Buch wieder im Gedanken abspielen. Man erfährt von Anfang an nichts genaueres über Möwe, nur das er seit der 4. Klasse den spitznamen Möwe hat, weil er hoch wie ein Vogel fliegt. 
Sehr spannend ist auch, das man doch seine Feigheit überwinden kann und seiner Liebe endlich sagt, was man für seine Liebe empfindet. An einigen Stellen muss man Lachen über die Gedanken von Möwe und an andere Stellen kommt man selbst zum schmunzeln, weil es einem selbst eine Zeit lang so ging, das man Angst hatte, seine Liebe anzusprechen. 
Die Freunde von Möwe sind sehr poetisch, vorallem Rebecka. Sie interessiert sich für Gedichte und schreibt selbst welche, woraufhin sie bei einigen Situationen ein passendes Gedicht hat, die einem Helfen. Robin zitiert gerne Sprüche und Lebensweisheiten, doch manchmal ist er so in Gedanken mit seinen Sprüchen, das er seine Umgebung kaum wahr nimmt. 
Rebecka ist Möwes beste Freundin und ist auch immer für Möwe da wen Möwe sie braucht. Sowas macht einfach eine Freundschaft aus, das man auch in schwierigen Situationen für einen da ist. Ich finde es auch toll das Rebecka, Möwe immer auf den laufenden hält, was passiert, wen Henrietta in der Nähe ist. Auch das sie versucht, das mit Henrietta und Möwe zu drehen, damit sie endlich zusammen kommen.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und passt zu dem Jugendlichen Stil, auch wen da ein paar verwirrenden Stellen kommen, wo man denkt ob Möwe jetzt ein kleines Kind ist oder ein Jugendlicher bzw. Teenager ist. 
Schade nur, dass das Buch so schnell zu Ende ging, auch mit einem sehr überraschenden Ende. Ich finde es ist ein lesenswertes Buch, wen man auch auf solche überraschende Ende steht. 






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