Montag, 27. März 2017

[Rezension] Vergessene Kinder

Vergessene Kinder
Autor/in: Luna Darko
Verlag:
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-9609-6002-7
Preis: € 12,00 [D]
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Pias Entschluss steht fest: In der Nacht vor ihrem 18. Geburtstag wird sie ihrem besten Freund Momo folgen und sich umbringen. Man kann ja doch nur die Farbe der Scheiße ändern, in der man sitzt.
Doch dann lernt sie Tom kennen, der so ganz anders ist als alle anderen, die sich bloß an Oberflächlichkeiten festklammern; und sie fangen an zu reden – über das Leben, übers Sterben, über ihre verloren gegangenen Träume. Und zum ersten Mal überhaupt hat Pia das Gefühl, sich nicht verstellen zu müssen, einfach sie selbst sein zu können. Aber wer ist sie überhaupt? Hat sie sich nicht schon lange verloren hinter ihrer undurchdringlichen Fassade?

Die Autorin Luna Darko möchte Klischeedenken und Rollenbilder aus dem Weg räumen und ihre Leser zu einem selbstbestimmten Lebensweg ermutigen. Für ihren ersten Roman hat Luna unter anderem handgeschriebene Ausschnitte aus Pias Tagebuch und Chat-Nachrichten sowie Smartphone-Notizen inszeniert. Außerdem stammen die Illustrationen und Sticker ebenfalls von der Autorin selbst; das Ergebnis ist ein Gesamtkunstwerk mit vielen Details, in denen auch immer ein bisschen von Luna selbst steckt.






Ich bin Luna Darko, 1991 in Deutschland geboren, und ich liebe es, mich kreativ auszudrücken. Mir fällt es sehr schwer, das was ich bin in Worten herunterzubrechen oder mich in eine Schublade zu stecken; und dennoch schreibe ich diesen Text nun, um zumindest einen kleinen Eindruck von mir zu vermitteln. Seit ich denken kann, war es mir wichtig, meine Umwelt festzuhalten und meine persönliche Wahrnehmung in Form von Videos, Bildern oder Texten darzustellen. Ich wüsste nicht, wann genau ich damit angefangen habe, weil ich mich an keine Zeit erinnern kann, in der ich nicht gemalt, geschrieben, gesungen, fotografiert oder gefilmt habe.

Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, war (wie die meisten meiner Generation) auf diversen sozialen Netzwerken angemeldet und habe dort meine Gedanken und meine Ästhetik mit der Welt geteilt – mittlerweile erreiche ich online, mit meinem Content, sehr viele Menschen und diese Reichweite ist es auch, die mich dazu animiert hat, mich auf meinen Kanälen viel mit gesellschaftskritischen Themen, persönlichem Wachstum und unserer Umwelt auseinanderzusetzen.

Ich bezeichne mich weder als Autorin, noch als YouTuberin; meine Berufung sehe ich in vielen Bereichen und mein Hauptziel im Leben ist es, insgesamt einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben. 
 
 
 
Wow, das Buch hat mich umgehauen. Es ist so tiefgründig und zeigt die heutige Jugend, sehr deutlich. Es sind zwar nicht damit alle angesprochen, doch es gibt so einige Fälle. Man kann sehr gut die Gedankengänge und Gespräche verfolgen und den Charakter ihr Leben sehr gut kennenlernen. 
Einbisschen fand ich das Buch schon verstörend, den die Jugendlichen dort, haben sich da bis zum Komma getrunken. Es greift aufjedenfall auf viele Gesellschaftlichen Themen auf, sowie Drogen, Pubertät, Selbstfindung etc. Es regt zum nach denken an und ist dabei auch noch kunstvoll gestaltet. Passend dazu finde ich definitiv die Musikauswahl, die bei einigen Seiten vorgeschlagen wird. 
Was mir dennoch gefehlt hat, war Lucas sichtweise, den die war für die Geschichte nicht unrelevant. 
Schön finde ich auch, die ganzen Details, wodurch das Buch einen näher gebracht wird. Es wirkt realer mit den ganzen handgeschriebenen Tagebucheinträgen und selbstgezeichneten Bilder. 
Es hat aufjedenfall potenzial und ist wirklich lesenswert. Zwar war es wie gesagt, einwenig verstörend, doch die Charakter haben mir gut gefallen und waren mir symphatisch. Ich glaube jeder hat mal ein wenig über die stränge geschlagen und findet sich selbst in der Story wieder. 
Das Cover regt einen schon zum andenken. Das Bild der Puppe und dazu noch die gezeichneten Tabletten und Pillen neben an, geben einen kurzen einblick in das Buch. Das Cover, finde ich, passt allgemein zu der ganzen Geschichte. 




 

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