Mittwoch, 12. April 2017

[Rezension] We could be heroes

We could be heroes
Autor/in: Laura Kuhn
Verlag: Carlsen Impress
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-551-31691-2
Preis: € 7.99 [D] , € 8,30 [A]
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Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.




Laura Kuhn, geb. 1996 in der Schweiz, hat diese nach dem Abitur verlassen, um Buchhändlerin zu werden. Wie es danach weitergeht, ist offen, im Zentrum steht aber das Ziel, viel auszuprobieren und nie bereuen zu müssen, etwas nicht getan zu haben. Ihr Debütroman »We could be Heroes« belegte den ersten Platz im Schreibwettbewerb von tolino media und Carlsen Impress.


Bei diesem Buch muss ich ehrlich zugeben, das mich die Story nicht so begeistert hat. Zu Anfang bin ich zwar recht gut reingekommen und vorallem interessiert, doch je länger ich gelesen habe, desto länger brauchte ich für die Geschichte. Ich fand dabei einiges zu langatmig und konnte bei vielem nur den Kopf schütteln.
Was mich aber positiv gestimmt hat, war der Bauernhof, zu dem Lou, ihr Bruder und ihr Vater hingezogen sind. Da hat sich die Autorin viel Mühe gegeben und es schön umfangreich beschrieben, wodurch ich selbst Lust bekommen habe, dorthin zu ziehen. Auch die Landschaft hat sie toll umschrieben und ich selbst weiß, wie es ist in einem kleinen Ort zu leben, man kommt zu Fuß schlecht zu Einkaufsläden, doch mit der Zeit lernt man damit zu Leben.
Ich fand auch, das sich die Geschichte nicht von den anderen abgehoben hat und es sich auch zum größtenteil um eine Liebesgeschichte handelt, nur eben zwischen zwei Frauen. Man liest zwar nicht so oft von lesbischen Beziehungen, aber ich kenne da doch Bücher, daher ist es für mich nichts neues.
Dabei finde ich die Idee an sich eigentlich auch recht gut, aber die Umsetzung hätte definitiv besser sein können. Ich hätte mir gewünscht, das es spannender wird und mir kam auch Lou immer so gelangweilt vor, als ob sie mit ihrem Leben nicht wirklich zufrieden ist. Vorallem was sie sich wohl dabei gedacht hat, ihre beste Freundin zu küssen, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Ich würde sowas nicht machen, auch wen ich in sie verliebt wäre, würde ich einfach nicht die Freundschaft aufs Spiel setzen, den man merkt sofort, das Lous beste Freundin nur auf Männer steht.
Für mich war noch positiv die Zwillinge, die Lou in ihrer neuen Schule kennenlernt. Sie sind Zwillinge, aber doch so grundlegend verschieden und das hat mich auch positiv gestimmt.
Der Schreibstil war locker und leicht, aber wie schon geschrieben, manches war einfach eindeutig zu langatmig und ich habe mich durch das Buch gekämpft. Das Cover ist schlicht und schön gehalten und die Farben erinnern mich an sonnige Tage. Dadurch das mich manches positiv gestimmt hat, hat das Buch für mich trotzdem drei Herzchen verdient.





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