Freitag, 31. März 2017

[Rezension] Für uns macht das Universum überstunden

Für uns macht das Universum überstunden
Autor/in: A. Meredith Walters 
Verlag: dtv 
Seitenanzahl: 400 
ISBN: 978-3-423-71735-9
Preis: € 10,95 [D] , € 11,30 [A]
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Zwei Leben. Eine Liebe. Viele Hindernisse …
Ellie McCallum wächst in Pflegefamilien auf und trägt eine Wut mit sich herum, die sie an anderen auslässt. In der Schule mobben sie und ihre Clique Flynn Hendricks – Flynn, den Freak, wie sie ihn nennen. Flynn ist anders, hat Asperger, und das reicht der Gruppe schon als Grund, ihn immer wieder fertig zu machen. Obwohl Ellie sich dem Gruppenzwang nicht entziehen kann, keimt zwischen ihr und Flynn eine heimliche Freundschaft. Als die Clique eines Abends Feuerwerkskörper in Flynns Garten wirft, fliegt Ellies Geschoss durch ein offenes Fenster in den Keller und setzt das Haus in Brand. Ellie wird noch am Tatort gefasst und gibt alles zu. Sie wird zu einer Haftstrafe im Jugendgefängnis verurteilt, Flynn und seine Mutter verlassen die Stadt.
Sechs Jahre später hängt Ellie mit derselben Clique rum; das Leben besteht aus Alkohol, Drogen und Sex. Unzufrieden jobbt sie in einem kleinen Supermarkt, und gesteht sich nur langsam die Hoffnung zu, dass es ein Leben außerhalb von Wellston gibt. Zufällig findet sie einen Flyer des örtlichen Community College und schreibt sich dort ein. Und dann taucht er eines Tages wieder auf - Flynn, der Freak, der Junge mit Asperger. Und Ellie muss sich eingestehen, dass da nicht nur Schuld ist ihm gegenüber, sondern so viel mehr. Sie ist verliebt in Flynn. Und war es auch damals schon. Nur konnte sie vor ihrer Clique nicht zu ihm stehen. Als Flynn ihre Gefühle erwidert, muss Ellie sich fragen: Ist sie stark genug für diese Liebe?


A. Meredith Walters steht mit ihren Liebesgeschichten auf den Bestsellerlisten von New York Times und USA Today. Kürzlich zog sie von den USA nach Großbritannien und versucht, sich ans Fish-und-Chips-Essen zu gewöhnen. Und daran, auf der falschen Straßenseite zu fahren.
Wieder ein Buch das ich förmlich verschlungen habe. Der Titel hat schon etwas positives in sich und die Story passt dementsprechend perfekt dazu, den die Story ist auch Positiv gestimmt. 
Während Ellie durch ihr Leben kämpft, mit Problemen, versucht sie doch etwas zu erreichen. Sie meldet sich auf einer Hochschule an und belegt dort einen Kurs. Nie hätte sie gedacht, das sie sowas schaffen würde. Anfangs fühlte sie sich unwohl, doch im Laufe der Zeit gewinnt sie mehr vertrauen zu der Sache und es macht ihr sogar sehr Spaß. Dabei sieht sie wieder Flynn, mit ihm hatte sie damals viel zu tun doch die beiden haben eine traurige Geschichte hinter sich.
Ich finde die Message die die Autorin hier in dem Buch aussagt, also so wie ich es herauslese, sehr gut. Zum einen soll man immer an sich selbst glauben und sich etwas trauen und zum anderen, sind auch kranke Menschen liebenswert. Mir hat es wirklich sehr gefallen, wie Ellie ihr Leben in den Griff bekommt und nicht auf ihre angeblichen Freunde hört. Ich fand es aber sehr verstörend, was ihre Freundin Dania abgezogen hat. Während der Schwangerschaft saufen und kiffen ist definitiv ein no Go und ich hätte ihr am liebsten eine geklatscht. Aber man hat ihr auch angemerkt, das sie ihr Baby liebt, dennoch sollte man darauf achten, was man tut. 
Ich finde es auch toll, wie Flynn immer mehr kontrolle kriegt, darüber was er tut. Er hat so seine Macken, doch die Macken liebt Ellie so an ihm. Die Vergangenheit der beiden war doch schon böse und hat mich traurig und gleichzeitig auch wütend gemacht. Ich hätte Ellie am liebsten geschüttelt, für das was sie getan hat. Ich finde das es dafür eigentlich keine Entschuldigung gibt. Aber Flynn ist echt total süß und nicht so der Bad Boy, wie es in so manch anderen Bücher ist. Man merkt sofort, das er eher der schüchterne und zurückhaltende ist. Flynn war mir daher gleich am Anfang sehr symphatisch, auch wen man sich erstmal an seine Macken gewöhnen muss. Mit Ellie musste ich mich hingegen, erstmal warm werden.
Ich fand es echt sehr berührend, wie sich die beiden so langsam wieder näher kommen. 
Die Autorin A. Meredith Walters konnte mich mit der Geschichte und mit ihrem Schreibstil, schon ab der ersten Seite überzeugen und fesseln. Ihr Schreibstil ist so angenehm locker und leicht, das es einem wirklich nicht schwer fällt, das Buch in einem Zug, durch zu lesen. Die Thematik fand ich etwas heftig und daher musste ich doch öfters mal schlucken und zweimal lesen, ob ich das auch wirklich richtig gelesen habe. Doch das macht das Buch so realistisch, den es gibt einige die so ihre Probleme und Macken haben. Die meisten Zeit wird aus der Ich-Perspektive von Ellie geschrieben, doch ab und zu gibt es auch Kapitel, die aus Flynns Sicht geschrieben ist. Man lernt also beide ziemlich gut kennen und deren Vergangenheit. Das Ende hat mich wirklich umgehauen und hat mir sogar ein paar Tränchen beschert. Am liebsten hätte ich von dem Ende mehr gelesen. Im Laufe der Geschichten kommen auch ein paar Fragen auf, aber die werden schnell beantwortet.




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